Presseerklärung - Schließung der JVA Glasmoor und Verlagerung ... (18.06.2009)

Presseerklärung

 

Schließung der JVA Glasmoor und Verlagerung des offenen Vollzuges nach Fuhlsbüttel vollzugspolitischer Unfug

Mit Kopfschüttel und Unverständnis reagiert der Landesverband Hamburgischer Strafvollzugsbediensteter auf die Entscheidung von CDU und GAL, die funktionierende Anstalt Glasmoor in Norderstedt zu schließen und den offenen Vollzug zukünftig in Fuhlsbüttel zu betreiben.

Vorsitzender Klaus Neuenhüsges: Wir haben uns schon immer für den Erhalt von Glasmoor ausgesprochen und das nicht ohne Grund. Glasmoor ist eine funktionierende und in der Norderstedter Bevölkerung akzeptierte Anstalt. So etwas macht man nicht einfach kaputt. Die Verlagerung nach Fuhlsbüttel setzt dem ganzen gerade aus Sicherheitsgründen die Krone auf. Mit dieser Entscheidung wird bei den Koalitionären die vollzugliche Unvernunft groß geschrieben. Offener Vollzug neben einem Hochsicherheitsgefängnis ist ein Pulverfass.

Besonders verärgert ist der LVHS über die CDU, die seit Monaten lauthals über ihre rechtspolitische Sprecherin Viviane Spethmann verkündet hat, dass es mit ihr keine Schließung der JVA Glasmoor geben wird und jetzt eingeknickt ist.

Dass die JVA Billwerder weiterhin als geschlossene Anstalt betrieben wird und mit dem offenen Vollzug nicht befrachtet wird, entspricht unserer Forderung.

Nun sollen es die Kolleginnen und Kollegen richten. Die Politik macht es sich wieder einmal zu leicht.

Auch wegen der geplanten Verlagerung der Abschiebungshaft nach Billwerder übt der LVHS Kritik. Sie gehört grundsätzlich nicht in den Vollzug. Das ist Aufgabe der Innenbehörde.

 

Hamburg, den 18. Juni 2009

 

v.i.S.d.P.

Klaus Neuenhüsges

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