Senioren – Info – Brief 2/2016

Liebe Seniorinnen und Senioren,

die erste Veranstaltung in diesem Jahr, der Maiausflug, liegt hinter uns.

Der Reisebericht wurde traditionsgemäß von Klaus Rettinger geschrieben und liegt diesem Seniorenbrief bei. Auf diesem Wege noch mal ein Dankeschön an Klaus, der unter großem Zeitdruck den Bericht verfasste, damit er in dieser Ausgabe veröffentlicht werden kann.

Unsere nächste Veranstaltung ist für den 18.08.2016 geplant. Wir werden die neue Frauenvollzugsanstalt in der JVA Billwerder besichtigen. Die Anstaltsleiterin hat die Teilnehmerzahl auf 15 Personen begrenzt und darauf hingewiesen, dass aufgrund der Größe der JVA Billwerder die Fußwege lang sind. Die Anmeldung für diese Veranstaltung finden Sie im Anhang.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Baatz


Wir bewahren ein ehrendes Andenken.

Herr Joachim Kühnrich verstarb im Februar 2016 im Alter von 87 Jahren.


Auf ein Wort…

Die Verdichtung des Justizvollzuges wurde uns seitens der Behördenleitung sehr eindrucksvoll erklärt. Hier konnte man unter anderem auch das weitsichtige Handeln der Verantwortlichen deutlich erkennen. Vorbei an allen im Vollzug tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wurde der Verdichtungsgedanke einzig mit dem Ziel der Schließung einer weiteren Vollzugseinrichtung vorangetrieben. Die Schließung soll ja nicht um des Sparen willens erfolgen – nein, damit wir unsere Arbeit schaffen können. Wenn das mal kein ehrenwerter Grund ist!

Hinweise des Landesverbandes, etwa auf steigende Gefangenenzahlen, wurden ebenso milde belächelt wie die Tatsache, dass wir deutlich mehr Nachwuchs benötigen. Zumindest hier haben die politisch Verantwortlichen auf uns gehört und eine Ausbildungsoffensive gestartet. Besser spät als nie!

Denn: In 2015 ist die Bevölkerungszahl in Hamburg um ca. 35000 Menschen gestiegen. Für 2016 werden ähnliche Zahlen erwartet. Man muss davon ausgehen, dass auch bei diesen Menschen eine bestimmte Zahl mit krimineller Neigung dabei ist und unsere Haftanstalten nach einer Verdichtung mit Sicherheit nicht mehr ausreichend Haftplätze haben – vom fehlenden Personal einmal ganz abgesehen!

Aber sicherlich irrt sich der Landesverband in diesem Punkt. Für den großen Weitblick haben wir ja die Politiker. Die machen das schon. Wir werden sehen…

Thomas Wittenburg

Landesvorsitzender


Zum Tode von Peter Reiß (22.11.1933 - 20.03.2016)

Peter Reiß war ein Glücksfall für den LVHS. Und ein Segen zugleich. Als unser Schatzmeister über viele Jahre hinweg führte und verwaltete er die Finanzen mit größter Sorgfalt, ja akribisch.  Als er das Amt übernahm, trat er kein leichtes Erbe an, galt es doch, angesichts steigender Mitgliederzahlen die bis dahin geführte Buchhaltung (mit Barinkasso) zu überführen in eine professionelle Finanzverwaltung. Mit Überlegung, Geschick und Glück bei der Anlage der Beiträge gelang es ihm, unsere Gewerkschaft in finanzieller Hinsicht vorbildhaft krisenfest aufzustellen. Dabei hielt er unser Geld zusammen wie niemand zuvor. Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit im Leben und zielstrebiges Handeln zeichneten ihn aus. Im Privaten wie im Dienstlichen.

Als ich Peter Reiß 1970 in Fuhlsbüttel kennen lernte, beeindruckte mich seine klare Haltung im Dienst. Als Werkbeamter trat er den Gefangenen wohlwollend gegenüber, dabei fordernd und fördernd zugleich. Immer klar, immer menschlich und voller Empathie, aber auch pochend auf die Einhaltung der Spielregeln des menschlichen Zusammenseins und überzeugt davon, so auch die ihm Anvertrauten auf einen glücklicheren Lebensweg führen zu können. Seine Haltung wurde allseits geschätzt und so blieb es nicht aus, dass ihm die Chance zum dienstlichen Aufstieg gegeben wurde.

Klar, dass er sie nutzte und als es darauf ankam, seine Talente für schwierige Berufsfelder zu nutzen, verweigerte er sich nicht. Nur einmal allerdings: Sicherheitsreferent zu werden und damit noch weiter aufzusteigen. Im vollzugsfernen Amt zu sitzen, konnte ihm nicht gefallen. Er wollte mitten im Vollzugsgeschehen bleiben. Bei den Kollegen und den Häftlingen. Das war sein Bereich! Nach erfolgreichen Jahren als Vollzugsleiter in der "Vorzeigeanstalt" Altengamme trat Peter Reiß in den dienstlichen Ruhestand.

Dem LVHS blieb er im Landesvorstand treu verbunden. Später dann zog er sich zurück an die Nordsee, genoss den Ruhestand im Kreise der Familie. Er verstarb - verwitwet und selbst sehr krank- vor wenigen Wochen.

Was uns bleibt, ist eine sehr dankbare Erinnerung an einen treuen Freund und großartigen Kollegen.

Wolfhard Ploog

Ehrenvorsitzender


Angriffe auf Kollegen – und die Konsequenz?

Am 01.05.2016 gab es eine Auseinandersetzung während einer Freistunde in der JVA Billwerder zwischen zwei Insassen. Ein Kollege geht dazwischen und im Laufe der Auseinandersetzung wird der Kollege von einem der beiden Insassen niedergeschlagen. Der Kollege wird daraufhin schwer verletzt, er hat mehrere Knochenbrüche erlitten.

Weitere Insassen proben den Aufstand und im weiteren Verlauf hat die Szenerie für die anwesenden Kollegen eine bedrohliche Situation angenommen. In früheren Jahren hätte man schon von einer Meuterei sprechen können, deren Versuch auch schon strafbar ist, wie man weiß. Heute nennt man solche Vorfälle „Widersetzlichkeiten“. Nur durch das beherzte Handeln der diensthabenden Kollegen konnte die Situation geklärt werden.

Am 02.05.2016 wird in der JVA Hahnöfersand nach einem Angriff eines Insassen ein weiterer Kollege verletzt.

In der Küche der JVA Billwerder darf ein Insasse arbeiten, der im letzten Jahr einem Kollegen in der JVA Hahnöfersand mit einer Hantel schwer verletzt hat. So etwas hat es früher jedenfalls nicht gegeben.

Selbst am 06.05.2016 ist auf der Homepage der Justizbehörde immer noch keine offizielle Pressemitteilung über diese Vorfälle zu lesen. Sind diese Vorfälle etwa nicht berichtenswert? Bei der Innenbehörde geht so etwas ganz schnell. Sind die Kolleginnen und Kollegen im Strafvollzug etwa Beamte zweiter Klasse?

Wir hätten uns gewünscht, dass zumindest die Anstaltsleitung der JVA Billwerder anstaltsintern zu dem Vorfall vom 01.05.2016 zeitnahe alle Bediensteten der Anstalt darüber informiert. Für alle möglichen Sachen werden Info-Mails versendet. Aber selbst am 04.05.2016 gab es tatsächlich Bedienstete in  der Anstalt, die von dem Vorfall noch gar nichts mitbekommen haben. Wir hoffen, dass man es in Zukunft besser macht!

Die Insassen, die unsere Kollegen verletzt haben, werden mit Sicherheit strafrechtliche Konsequenzen zu tragen haben. Wie diese dann aussehen mögen, obliegt dem jeweiligen Gericht - diese Diskussion wird ja bekanntermaßen schon länger in der Öffentlichkeit geführt.

Den verletzten Kollegen wünschen wir alles Gute und eine schnelle Genesung ohne bleibende Schäden.

Der Vorstand


Unsere Seniorenausfahrt am 25.05.2016 ins Nienburger Land

25. Mai 2016, 8:00 Uhr ZOB: Zwei gepflegte Busse starten mit ca. 70 Pensionären und deren Angehörigen Richtung Uchter-Moor im Landkreis Nienburg/Weser. Die Landschaft, ca. 75 km südöstlich von Bremen, ist geprägt von unzähligen Mooren, von denen das Uchter eines der größten ist und zum Teil unter Naturschutz steht.

Mit einiger Verspätung, aufgrund einiger Straßenbaustellen und Umleitungen, erreichten wir den Bahnhof der Moorbahn im „Mooraland“ (benannt nach einer 2.500 Jahre alten weiblichen Moorleiche). Auf einem Rundkurs von fast 10 km fuhren wir mit Zwischenhalt und interessanten Vorträgen zur Geschichte des Moors, seiner Regeneration und Bedeutung als wichtiges Vogelschutzgebiet zum Ausgangspunkt zurück.

Nach unserer zweistündigen Moorbahnfahrt war es Zeit für das angekündigte Spargelmenü, insbesondere da wir durch die der Moorfahrt vorangegangenen Umleitungen immer noch eine Verspätung hatten.

Auf dem Spargel- und Erdbeerhof Nuttelmann in Steyerberg, der zufällig in der Straße „Am Hasenberg“ lag, wurden wir durch ein exzellentes Menü, bestehend aus Spargelcremesuppe, frischem Spargel mit Räucherschinken, Schnitzel, neuen Kartoffeln, Buttersauce und Sauce Hollandaise, Vanillepudding mit Sahne und Erdbeeren, für alle Verspätungen entschädigt.


Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir werden die Frauenanstalt in der JVA Billwerder besichtigen.

Termin: Donnerstag, den 18. August 2016

 

Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen beschränkt.

 

Wichtig: Personalausweis erforderlich!

 

Ablaufplan für den 18.08.2016

 

  • Treffpunkt:  09:40 Uhr an der Anstaltspforte der JVA Billwerder, Dweerlandweg 100, 22113 Hamburg
  • 12:00 Uhr Mittagessen in der Anstaltskantine.  Der Kostenbeitrag

 von 3,50 € wird vor der Anstaltsbesichtigung von mir eingesammelt.

  • 14:00 Uhr Ende der Anstaltsbesichtigung

 

Bitte senden Sie Ihre Anmeldung bis zum 05.08.2015 an meine Privat- oder Mailadresse oder rufen Sie mich an. Bitte vergessen Sie nicht bei der Anmeldung ihre Telefonnummer anzugeben, damit ich Sie erreichen kann.

Herzliche Grüße 

Hans-Georg Baatz

 

 

 

 

bbbank d 4c klein


Verwaltung

Bilder